Sozialraum Alte Sennerei

Wie ist die Ausgangssituation und was sind die Ziele Ihrer Caring Community?

Ein Sozialraum soll als Schnittstelle zwischen der Pflege-Wohngemeinschaft und der Dorf- und Talgemeinschaft geschaffen werden. Damit wird eine alterns- und altersfreundliche Umgebung im abgelegenen Streusiedlungsgebiet des Safientals geschaffen. Eine niederschwellige, aufsuchende Beziehungsarbeit zu den Zielgruppen von Tenna Hospiz und die Entlastung der pflegenden Angehörigen sind die Grundlagen für eine Caring Community. Im Vordergrund steht, die Lebensqualität zu erhalten und zu fördern.

Wie funktioniert die «gegenseitige Unterstützung» in Ihrer Caring Community? Welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es?

Eine gelebte Sorgekultur ergibt sich aus dem achtsamen Umgang mit den Mitmenschen, aus der Beachtung der Einmaligkeit und Gleichwertigkeit jedes Menschen – und aus der konsequenten Orientierung der Aktivitäten an den Bedürfnissen jedes und jeder Einzelnen.

Wie hat sich die Caring Community auf das Zusammenleben ausgewirkt?

Der Sozialraum Alte Sennerei hat schon in den ersten Wochen breites Interesse und Echo ausgelöst. Mitbewohnerinnen und Mitbewohner der Pflege-Wohngemeinschaft blühen auf und nehmen am gesellschaftlichen Leben teil. Schüler*innen kommen zum Mittagstisch in die Pflege-Wohngemeinschaft. Wanderer und Wanderinnen sowie Gäste des Safientals geniessen ungezwungen Kaffee und Gemeinschaft im Sozialraum-Café. Die Pfarrerin bietet ein wöchentliches Erzählcafé an. Die Landfrauen nutzen die grosse Stube in der Alten Sennerei für ein Spaghetti-Dinner. Die Ältesten treffen sich im Tenna Hospiz für ihre gewohnte Jassrunde.

Wer hat von Ihrer Caring Community profitiert?

Neben den Mitbewohnenden in der Pflege-Wohngemeinschaft schätzen auch die Dorf- und Talbevölkerung sowie die pflegenden Angehörigen, die entlastet werden, den Sozialraum.

Welche Tipps geben Sie anderen, die eine Caring Community planen?

Eine klare Vorstellung und ein gut ausgearbeitetes Konzept helfen bei der Planung. Bei der Umsetzung braucht es Menschen, die sich aktiv und konkret betätigen wollen – viele andere wissen leider nur, „wie man es besser machen könnte“ und „was man auch noch machen könnte“. Der Sozialraum Alte Sennerei setzt vorerst drei der zehn möglichen Bausteine um.

Was sind die nächsten Schritte?

Die frisch umgesetzten Aktivitäten müssen nun konsolidiert werden. Weitere Kreise sollen die Gelegenheit haben, sich im Sozialraum Alte Sennerei zu beteiligen. Neue Programmteile kommen später dazu. Das Sozialraum-Café braucht eine verantwortliche Person, die nicht gleichzeitig in der Pflege-Wohngemeinschaft tätig ist. Und der fortlaufende Betrieb braucht finanzielle Mittel durch externe Mittelbeschaffung.

Welche Tipps geben Sie anderen, die eine Caring Community planen?

Macht das Beste mit dem, was schon vorhanden ist. Eine Haltung der radikalen Bescheidenheit führt zum Ziel und zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Informationen

Kontaktperson

Othmar F. Arnold

Einzugsgebiet

Safiental/Surselva

Region

Graubünden

Themen

Betreuung und Pflege, Physische und psychische Gesundheit, Unterstützung im Alltag, Zusammenleben, Nachbarschaft

Organisation / Trägerschaft

Verein Tenna Hospiz

info@tennahospiz.ch

081 645 11 11

https://tennahospiz.ch/

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