Eine ältere Frau geht am Rollator.
Bassersdorf probiert eine . neue Altersstrategie aus.

«Socius»: Gemeinden erhalten Hilfe von der Age-Stiftung

Wie können ältere Menschen länger zu Hause leben? Und wie klappt das Zusammenspiel zwischen privaten und professionellen Leistungserbringern? Viele Gemeinden sind in der Alterspflege stark gefordert. Die Age-Stiftung bietet mit dem Programm «Socius 2.0» Entlastung.

Autor: Ulrich Otto
Foto: Unsplash

«Socius – wenn Älterwerden Hilfe braucht» ist eine Initiative der Age-Stiftung. In den vergangenen fünf Jahren wurden zehn Gemeinden dabei unterstützt, ein koordiniertes Unterstützungssystem in der Betreuung von älteren Menschen aufzubauen. Das Programm ist so erfolgreich, dass «Socius» in die zweite Runde startet: Zwischen 2019 und 2023 sollen zehn weitere Gemeinden beim Wandel begleitet werden.

Wenn ältere Menschen länger zu Hause leben wollen oder müssen, braucht es neue Wege der Zusammenarbeit zwischen professionellen und privaten Leistungsanbietern.

Prof. Dr. Ulrich Otto, Leiter Careum Forschung

Rat für Gemeinden
Unser Recherchebericht an die Age-Stiftung vom Januar 2019 zeigt den aktuellen Forschungsstand auf, bewertet die bisherigen Erfahrungen mit «Socius» und gibt einen Überblick über Initiativen und politische Vorstösse in der Schweiz. Dabei haben sich klare Erfolgsfaktoren gezeigt:

  • Eine Gemeinde ist dann erfolgreich, wenn sie es schafft, dass professionelle und nicht-professionelle Anbieter (z.B. selbstorganisierte Caring Communities) koordiniert und effizient zusammenarbeiten.
  • Erfolgreich ist, wer die Hilfelandschaft nachhaltig, mit Verbindlichkeit und klarer Orientierung gestaltet. Mit «Socius» kann eine Gemeinde ihre Prozesse überprüfen und von den Erfahrungen anderer profitieren.
  • Gemeinden können sich zusammenschliessen, um als Region mehr Schlagkraft zu entwickeln. Ein starkes Commitment von allen Seiten ist matchentscheidend.
  • Ein aktuelles, für die Gemeinde passendes Alterskonzept ist die Grundlage. Wer sämtliche Akteure in den Prozess einbindet (bottom-up-Ansatz), schafft Vertrauen und Verbindlichkeit.

Zur Person
Prof. Dr. Ulrich Otto leitet seit 2014 die Carum Forschung. Er beschäftigt sich mit den sozialen Herausforderungen des Alterns, innovativen Wohn- und Pflegeformen und dem Einsatz von Technologie bei der Betreuung von älteren Menschen. Zusammen mit seinem Team hat er den Recherchebericht an die Age-Stiftung verfasst.

Bewerben Sie sich für Socius 2.0
Erfahren Sie, wie sich eine Gemeinde oder eine Region für das Programm «Socius 2.0» bewerben kann. Zehn Deutschschweizer Gemeinden mit überzeugenden Vorhaben erhalten einen finanziellen Beitrag und profitieren vom Wissens- und Erfahrungsaustausch. Bis zum 5. Juli 2019 muss eine Projektskizze eingereicht werden. Hier geht’s zur Ausschreibung.

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