Caring Community Egolzwil
Die Gemeinden Egolzwil und Wauwil sind nur einen Fussbreit voneinander getrennt. Die lebhafte Vereinstätigkeit findet deshalb übergreifend statt. Auf Initiative der Sozialvorsteherin von Egolzwil initiiert die Gemeinde nun den Start des Aufbaus einer sorgenden Gemeinschaft: Die vorwiegend caritativ tätigen Vereine/Gruppierungen erhalten die Möglichkeit ihre Stunden bei KISS RegioSursee aufschreiben zu lassen (als Wertschätzung seitens der Gemeinde für ihre Arbeit). Mit diesen ersten Initiierungsschritten und der Stundengutschrift wird die Basis für die gegenseitige Nachbarschaftshilfe gebaut. Ziel ist die Förderung der Nachbarschaftshilfe mittels Stimulierung der Freiwilligentätigkeit als Kern einer sorgenden und solidarischen Einwohnerschaft. Ebenso soll die Eigeninitiative in der sorgenden Gemeinschaft gefördert werden, damit die Hemmschwelle für die Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen und das Geben abgebaut wird.
Wie ist die Ausgangssituation und was sind die Ziele Ihrer Caring Community?
Die Gemeinden Egolzwil und Wauwil sind nur einen Fussbreit voneinander ge-trennt. Die lebhafte Vereinstätigkeit findet deshalb übergreifend statt. Auf Initiative der Sozialvorsteherin von Egolzwil initiiert die Gemeinde nun den Start des Aufbaus einer sorgenden Gemeinschaft, in dem folgende Schritte enthalten sind:
Mittels Kollektivmitgliedschaft bei Zeitgut RegioSursee erhalten die vorwiegend caritativ tätigen Vereine und Gruppierungen die Möglichkeit ihre Stunden bei Zeit-gut aufschreiben zu lassen (als Wertschätzung seitens der Gemeinde für ihre Ar-beit). Gleichzeitig ermöglicht die sogenannte assoziierte Mitgliedschaft von nicht von der Gemeinde ausgewählten Gruppierungen, dass diese ebenfalls in den Ge-nuss der Stundengutschrift gelangen. Mit diesen ersten Initiierungsschritten und der Stundengutschrift wird die Basis für die gegenseitige Nachbarschaftshilfe ge-baut. Starten wird der Aufbau mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 28. Oktober 25, zu der die Vereine und Gruppierungen mittels direkter Anschreiben, Flyer im Briefkasten und Info auf der Gemeinde-Website eingeladen werden.
Unsere Ziele beinhalten die Förderung der Nachbarschaftshilfe mittels Stimulierung der Freiwilligentätigkeit als Kern einer sorgenden und solidarischen Einwohnerschaft.
Ebenso soll die Eigeninitiative in der sorgenden Gemeinschaft gefördert werden, damit die Hemmschwelle für die Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen und das Geben abgebaut wird.
Wie funktioniert die «gegenseitige Unterstützung» in Ihrer Caring Community? Welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es?
Gegenseitige Unterstützung läuft in den einzelnen ausgewählten Vereinen und unter den Einzelmitgliedern via Koordinationsstelle.
Veranstaltungen mit Unterstützungsbedarf werden übergeordnet der Koordinationsstelle gemeldet, welche entsprechend Freiwillige akquiriert.
Was hat Ihnen beim Aufbau oder der Weiterentwicklung Ihrer Caring Community besondere Freude bereitet?
Die gemeindeübergreifende (Egolzwil & Wauwil) Vereinstätigkeit ist bereits eine gut funktionierende Ausgangsbasis für die Intensivierung der gemeinsamen sorgenden Tätigkeit.
Wie hat sich die Caring Community auf das Zusammenleben ausgewirkt?
Nach gut einem ¾ Jahr Anlaufzeit kann darüber noch keine valide Beurteilung abgegeben werden.
Wer hat von Ihrer Caring Community profitiert?
In der Gemeinde wächst die Zahl der Zuzüger rasant, welche dank der sorgenden Gemeinschaft eingebunden werden kann.
Erste vereinsübergreifende Kombinationen mit Einzelmitgliedern beginnen zu wirken und Unterstützungsleistungen durch Einzelmitglieder in der Caring Community werden erbracht, wie bspw. Fahrdienste.
Welche Tipps geben Sie anderen, die eine Caring Community planen?
Genügend Zeit für Information und Gespräche einräumen. Geduld und Ausdauer, Optimismus auch bei vorübergehenden «Misserfolgen» mitbringen.
Sämtliche meinungsstarke Stimmen einbeziehen.
Was sind die nächsten Schritte?
Der Aufbau und Ausbau des Unterstützungsnetzes wird forciert vorangetrieben. Mit dem mitgliederstärksten Frauenverein konnte eine wichtige Partnerin eingebunden werden. Durch ihr vielfältiges soziales und gemeinschaftliches Engagement, steht sie in der Rolle als Multiplikatorin.
Kontaktperson
Joachim Cerny
Region
Zürich und Zentralschweiz
Themen
Integration, Inklusion und Chancengleichheit, Physische und psychische Gesundheit, Unterstützung im Alltag, Zusammenleben, Nachbarschaft
Organisation / Trägerschaft
KISS RegioSursee
kiss-regiosursee.ch